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Dr. Kurt Becker war der Initiator des Freundeskreises und
ist seit 1.Mai 2010 im Vorstand des Karl König Instituts
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Der unvergessliche 1. Mai 2010
oder der Benefiz Marathonlauf zu Gunsten des Karl König
Archivs
Im Mai 2009 wurde in der Lebensgemeinschaft Königsmühle
ein Freundeskreis gegründet, der sich zur Aufgabe gemacht hat,
die Arbeit des Karl König Archivs, d.h. die Herausgabe und
Veröffentlichung des vielfältigen wissenschaftlichen Werkes
des Arztes und Gründers der Camphill Bewegung ideell und finanziell
zu unterstützen. Den Anstoß dazu hatte Dr Kurt Becker
gegeben. Die spontane Idee, einen Benefiz Marathonlauf zu veranstalten,
wurde mit großem Elan von Tony Foskett verfolgt und unter
großem Einsatz vorangetrieben.
Am Vorabend des 1. Mai wurde sichtbar, was lange vorbereitet war.
In der gerade fertiggestellten Cafeteria der Königsmühle
trafen die ersten hochmotivierten Gäste aus der Ferne ein:
aus Camphill Liebenfels in Kärnten/Österreich kamen 6
Bewohner/innen mit ihren Begleitern, von Camphill St. Prex am Genfer
See in der Schweiz 8 Bewohner/innen, von der Camphill Föhrenbühl
am Bodensee 2 Schülerinnen, aus den beiden Camphill Dorfgemeinschaften
Hermannsberg und Lehenhof 7 Freunde, aus der Dorfgemeinschaft Sellen
bei Münster trafen 6 Bewohner/innen ein und aus der Keimzelle
der Bewegung, Camphill in Schottland waren 2 Menschen angeflogen
gekommen; somit waren Mitarbeiter von allen Archiv-Orten auf der
Rennbahn vertreten - von Schottland, Dornach und Berlin. Das Alter
reichte von 5 bis 75. Ein freudiges Begrüßen war auf
Französisch, Englisch und Schwyzerdütsch zu hören
und nach langer Reise gab es großen Appetit auf Pizza, Flammkuchen
und Eis. Schnell hatte man sich gegenseitig bekanntgemacht und sich
gefreut über die neuen Menschenbegegnungen, hatten doch alle
das gleiche Ziel: am nächsten Tag so viel Runden wie nur möglich
im Sportstadion zu laufen. Tatsächlich, alle angereisten Gäste
fanden ihr Bett, sei es in der Königsmühle oder in den
umliegenden Pensionen. Dies war nicht selbstverständlich, hatten
doch bis zur letzten Minute noch neue Teilnehmer ihr Kommen zugesagt,
andere dagegen mussten absagen.
Jetzt war es gleich so weit, am 1. Mai sammelten sich 87 Läufer/innen
um 10.00 Uhr im Stadion, um, sofern noch nicht geschehen, ihr Trikot
in Empfang zu nehmen. Da wurde nicht schlecht gestaunt: schicke
weinrote, blaue, lilafarbige T-Shirts mit passendem Käppi waren
für jeden Teilnehmer vorbereitet. Eine Läufergruppe sei
noch besonders genannt: eine kleine benachbarte Einrichtung, die
Gemeinschaft Johanneshof kam mit der gesamten Belegschaft.
Der Blick ging zum Himmel mit der bangen Frage: Wird das Wetter
halten?, ein Fragender Blick ging zum Stadiontor: Wann trifft Dr.
Konrad Schily ein? Dr. Schily, war schon im letzten Jahr Schirmherr
des Freundeskreises geworden und hatte zugesagt, heute den Startschuss
zu geben. Doch da kam er ja auch schon, die Demonstrationen zum
1. Mai hatten ihm den direkten Weg versperrt.
Herzlich begrüßte Dr. Schily die trippelnden, hochmotivierten
Läufer/innen, jeden in seiner Landessprache und dann:
Auf die Plätze fertig, los!
Von der Tribüne erklangen Trommelwirbel. Die Königsmühler
Trommelgruppe war den ganzen Tag nicht müde, die Läufer/innen
mit ihrem Rhythmus auf Trab zu halten. Die Rundenzähler ermutigten
unentwegt: Nur noch 3 Runden, dann hast Du die ersten 5 Kilometer
geschafft. Die Kommentatorinnen ließen mit ihren flotten Sprüchen
so manche Wadenkrämpfe in Vergessenheit geraten. Wurde es einem
doch mal zu arg, dann konnte er sich von der Krankenschwester die
Waden mit Arnikaöl massieren lassen. Für Energietanken
war auch gesorgt: an der Arena gab es im Vorbeilaufen Bananenspieße,
frisches Quellwasser und Kraftbrühe zu trinken.
Doch was am meisten motivierte, das waren die vielen schönen
Gespräche, die geführt werden konnten. Das war der Anblick
der Freunde mit Behinderungen, die mit vollem Einsatz Runde für
Runde drehten und sich nicht abhalten ließen:Das mach
ich doch gerne für Dr. König! konnte man einen sagen
hören. Nicht zuletzt war es ein treues und begeisterndes Publikum
auf der Tribüne, das jeden mit reichlich Applaus bedachte.
Nach 6 Stunden war ein beachtliches Ergebnis erzielt worden:
- 9 Läufer/innen hatten den Marathon (42,5km) geschafft, davon
ein Bewohner aus Österreich und 4 Teil- nehmer/innen
zum 1.Mal
- mancher hat seine bisher weiteste Strecke zurückgelegt
- insgesamt wurden 1767,8 km gelaufen
Alle Teilnehmer/innen waren mit vollem Recht stolz und dankbar.
Wer immer noch konnte, traf sich am Abend in der Königsmühler
Cafeteria zu einem geselligen Beisammensein. Dieser Festtag hat
alle freundschaftlich miteinander verbunden.
Ein Dank geht an die vielen befreundeten Läufer/innen, die
in diesem Bericht nicht erwähnt sind. Ein Dank geht an alle
Teilnehmer/innen, an den Organisator, an die vielen Helfer und an
den Sportverein SV Schöntal. Jeder hat das seinige für
diesen unvergesslichen 1. Mai beigetragen.
Ein Dank geht auch an die vielen Sponsoren, denn sie haben ja wesentlich
zur Motivation beigetragen.
Nils Ehmcke
Kontakt:
Regine Bruhn, Elvirasteig 30, 14129 Berlin
Email: freundeskreis@karl-koenig-archive.net
Finanzen und Spenden: Tony Foskett, Camphill Lebensgemeinschaft
Königsmühle, 67434 Neustadt/Pfalz
Email: spenden@karl-koenig-archive.net
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